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Änderungen am Bios oder das Biosupdate erfolgt auf eigene Gefahr.
Spötter behaupten bisweilen, moderne Mainboards hätten Ähnlichkeit mit unreifen Bananen: Grün und ungenießbar ausgeliefert, sollen Platinen wie Südfrüchte in den folgenden Wochen beim Verbraucher reifen. Tatsächlich muss sich der Käufer immer häufiger mit instabilen Systemen und kleineren »Bugs« herumschlagen, die erst viel später mit durchschnittlich einem guten Dutzend BIOS-Updates beseitigt werden. Das Update selbst ist nicht ganz ungefährlich, doch mit meiner Anleitung klappt's garantiert. (i)
Bios-Version-Ermitteln
Im ersten Schritt sollten Sie überprüfen, ob das BIOS der Hauptplatine noch aktuell ist. Der Rechner zeigt unmittelbar nach dem Einschaltenkurz die BIOS-Version und den Hersteller an. Mit der Taste Pause können Sie diesen Bildschirm »einfrieren« und die Daten notieren. Bei den Herstellern gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder kommt das BIOS von Award oder AMI. Bei der Version ist es schon etwas schwieriger. Meist steht hier eine Nummer wie 1.03 oder 1002, Gigabyte beginnt die BIOS-Versionen mit F1, Abit verwendet kryptische Kombinationen wie WW. Einige Hersteller geben auch nur das Datum an.
Prüfen Sie auf der Webseite des Herstellers, ob das BIOS noch aktuell ist. Die passenden Dateien sind in der Regel in den Bereichen Support oder Produkte zu finden. In seltenen Fällen müssen Sie die Revisionsnummer Ihres Mainboards kennen. Die ist in der Regel seitlich oder zwischen den Steckplätzen auf der Platine aufgedruckt.
Update vorbereiten
Wenn es ein aktuelleres BIOS gibt, sollten Sie das Update wagen. Neben der BIOS-Datei benötigen Sie für das Update je nach BIOS-Hersteller ein so genanntes Flash-Programm. Jeder der zwei BIOS-Hersteller hat eine eigene Software entwickelt. Das Award-Programm heißt Aflash, es ist je nach BIOS entweder in der Version 7 oder in der Version 1.35 aktuell, Amiflash liegt in der Version 8 vor.
Idealerweise bietet der Mainboard-Hersteller beide Dateien in einem Paket an, andernfalls müssen Sie das Flash-Programm separat von der Homepage herunterladen. Bei älteren Hauptplatinen (meist vor 1998) erhalten Sie beim Upgrade-Versuch in seltenen Fällen die Fehlermeldung Unknown flashtype. Dann passt das Flash-Tool nicht zur BIOS-Datei, Sie müssen auf ein älteres Flash-Tool ausweichen. Beide Dateien müssen eventuell entpackt werden, kopieren Sie diese anschließend entweder auf eine leere, fehlerfreie Diskette oder in ein Verzeichnis auf der Festplatte. Der Name des Verzeichnisses darf nicht länger als acht Zeichen sein. Notieren Sie den genauen Namen der BIOS-Datei (z.B. k7t104.bin), Sie müssen ihn später angeben. Meist liegt den Dateien ein Read-Me-Text bei, den Sie zur Abwechslung ernst nehmen und ausdrucken sollten.
Startdiskette erstellen fürs update
Im Normalfall wird das BIOS-Update nicht unter Windows durchgeführt. Stattdessen sollten Sie den Rechner von einer Startdiskette in das alte DOS-Betriebssystem booten. Wählen Sie unter Windows Start, Ausführen, MS-DOS-Eingabeaufforderung und erzeugen Sie mit dem Befehl format a: /s eine bootfähige Diskette. Alternativ können Sie beim Windows-98-/Me-Start (Windows wird gestartet) die Taste F8 drücken und Nur Eingabeaufforderung im abgesicherten Modus wählen. Windows 2000-Nutzer haben hier ein Problem: Eine Startdiskette wie bei Windows 98 gibt es nicht mehr und der Start unter DOS ist auch nicht möglich. Einzige Lösung: Besorgen Sie sich von Bekannten oder dem PC-Händler eine (Windows-98- oder ME-) Startdiskette. Beachten Sie, dass diese Startdiskette keine NTFS-formatierten Partitionen erkennt, die BIOS-Dateien müssen deshalb auf einer Diskette oder einer FAT32-Partition gespeichert sein.
Vor dem Update müssen Sie zum letzten Mal das alte BIOS aufrufen (meist mit der Taste Entf, seltener mit F2 oder Strg und Esc). Suchen Sie nach Einstellungen wie Virus-Protection oder BIOS-Guardian, beide stellen Sie auf Disabled. Auf manchen Mainboards wie dem A7V gibt es die Option BIOS Update, die Sie auf Enabled setzen müssen. Wieder andere Mainboards besitzen einen BIOS Write Protect-Jumper, den Sie lösen oder setzen müssen. Wenn Sie den Rechner von einer Bootdiskette starten möchten, muss die Startreihenfolge im BIOS stimmen (First Boot Device: Floppy). Speichern Sie die Änderungen und starten Sie den Rechner wie beschrieben neu.
Die schwierige Phase
Jetzt beginnt die schwerige Phase. Der Flash-Vorgang darf keinesfalls unterbrochen werden, sonst ist die Hauptplatine unbrauchbar. Wer Angst vor einem plötzlichen Stromausfall hat, kann das Update in einem Fachbetrieb machen lassen. Gute Händler besitzen eine USV, die das BIOS-Update selbst bei Stromausfall noch zu Ende führen kann. Das eigentliche »Flashen« dauert aber nur ein paar Sekunden, normalerweisegibt es keine Probleme. Wenn Sie den Rechner unter DOS gestartet haben, wechseln Sie die Diskette oder in das Verzeichnis, in dem die BIOS-Dateien liegen. Starten Sie das Flash-Programm (»Awdflash«). Bei allen üblichen Flash-Programmen können Sie das alte BIOS sichern (Backup Old BIOS). Machen Sie unbedingt Gebrauch von der Option. Schließlich werden Sie mit der Eingabemaske "Filename to program" aufgefordert, den Namen der neuen Datei einzugeben. Bestätigen Sie die Rückfrage mit der Taste Y (Startdiskette mit Tastaturtreiber) oder Z (Start ohne Tastaturtreiber). Der Flash-Vorgang beginnt, er darf keinesfalls unterbrochen werden.
Wenn Sie wider Erwarten eine Fehlermeldung wie Checksum error bekommen sollten, müssen Sie das vorher gesicherte, alte BIOS wieder zurückspielen. Wenn alles glatt gelaufen ist, meldet sich der Rechner beim anschließenden Neustart mit der neuen BIOS-Version.
Biosupdate unter Windows
Einige Hersteller wie Asus, Gigabyte, Intel oder MSI, liefern Tools mit ihren Hauptplatinen aus, die das BIOS-Update über das Internet ermöglichen sollen. Prinzipiell ist die Lösung sehr anwenderfreundlich:Einfach die Software installieren und der Rechner holt sich das aktuellste BIOS über das Internet. Selbst das Update erfolgt automatisch. In der Praxis sieht das leider ganz anders aus: Das Asus-Live Updateläuft immer noch nicht unter Windows 2000, MSI musste sein Tool erst vor kurzem wegen einem fatalen Fehler von der Homepage nehmen; mittlerweile ist eine fehlerbereinigte Version online.
Grundsätzlich gibt es beim BIOS-Update über das Internet unzählige Störfaktoren: Das Windows-Betriebssystem, Dutzende von Treibern, Anwendungen im Hintergrund, der Internet-Explorer und schließlich die Internet-Verbindung selbst können den PC zum Absturz bringen. Mit der Startdiskette wird dagegen nur ein Not-Betriebssystem geladen, das wesentlich weniger anfällig ist. Wir können das Live-Update bestenfalls dann empfehlen, wenn ein zweiter BIOS-Baustein als Backup im Rechner steckt.
Es gibt noch eine weitere Alternative, die komfortabel und sicher zugleich ist: Einige Mainboards haben das (DOS-)Flash-Tool schon eingebaut. Mit der Tastenkombination Alt + F2 gelangt man beim Rechnerstart direkt in das Auswahlmenü von Awardflash - ohne Startdiskette. Die neue BIOS-Datei muss natürlich auf Diskette gespeichert sein, der Update-Vorgang läuft genauso ab wie oben beschrieben.
Das Bios sichern
Wie kann man das BIOS vor Update-Pannen schützen? Gigabyte setzt bei allen aktuellen Boards auf die Dual-BIOS-Technologie. Neben dem normalen BIOS besitzt eine solche Hauptplatine einen zweiten Baustein, der als Backup-Speicher gedacht ist. Über ein Menü, das beim Rechnerstart mit F1 aufgerufen wird, kann der Anwender komfortabel einstellen, von welchem der zwei BIOS-Bausteine er den Rechner booten will. Über das Menü lässt sich auch das momentan verwendete BIOS in den Backup-Baustein kopieren. Wenn das BIOS zerstört ist, verwendet der Rechner automatisch die Backup-Software. Diese Lösung ist vorbildlich und sollte von allen Hersteller übernommen werden. Gigabyte hält jedoch europaweit das Dual-BIOS-Patent.
Innovatek vertreibt ein Backup-Kit für alle populären Mainboards (IOSS BIOS Saver, z.B. bei www.overclockingcard.de).
Eine kleine Karte wird anstelle des BIOS-Bausteins eingesetzt; auf der Karte selbst sitzt neben dem Original-BIOS noch ein zweites Backup-BIOS. Über einen Kippschalter, der aus dem Gehäuse geführt wird, kann der Anwender zwischen beiden Bausteinen wechseln. Ein Umkopieren der Software wie bei Dual-BIOS-Platinen ist jedoch nicht möglich
Zerstörtes Bios retten
Wenn der GAU eingetreten und das BIOS zerstört ist, kann der folgende Tipp helfen: Erstellen Sie auf einem funktionsfähigen Rechner eine Startdiskette (format a: /s) und kopieren Sie darauf das Award-Flashtool samt BIOS-Datei. Erzeugen Sie anschließend eine neue Datei mit dem Namen Autoexec.bat (Rechtsklick, dann Neu, Textdatei wählen und später umbenennen). Fügen Sie eine neue Zeile mit folgendem Inhalt hinzu: awdflash.exe BIOS /py /sn. Ersetzen Sie das Wort BIOS durch den genauen Dateinamen Ihrer aktuellen BIOS-Datei. Speichern Sie die Änderungen und versuchen Sie, den Rechner neu zu starten. Die Schalter py und sn sorgen dafür, dass der Flash-Vorgang ohne Nachfrage beginnt.
Auch für AMI-BIOS-Benutzer gibt es eine Lösung: Wieder muss die BIOS-Datei auf eine Startdiskette kopiert werden. Die Datei wird diesmal aber in Amiboot.rom umbenannt. Wenn der Rechner von Diskette startet, drücken Sie gleichzeitig die Tasten STRG und POS1, um das BIOS wiederherzustellen. Beide Tipps müssen jedoch nicht immer funktionieren. Möglicherweise wurde das BIOS derart beschädigt, dass der Rechner nicht mal mehr startet. Dann gibt es nur noch eine Lösung: Wenden Sie sich an den Hersteller Ihres Mainboards und fragen Sie nach einem Ersatz-BIOS-Baustein. Bei MSI kostet das wertvolle Ersatzteil rund 20,00 €. Mit einer speziellen Zange tauschen Sie dann den alten gegen den neuen BIOS-Baustein aus
Schritt für Schritt
Anleitung Biosflash Schritt für Schritt
Fast jeder der schon mal einen alten Prozessor durch einen neuen, schnelleren ersetzt hat, kennt das Problem. Die CPU wird für ein langsames Vorgängermodel gehalten und arbeitet mit angezogener Handbremse. Auch neue große Festplatten bereiten oftmals ärger.
All das kann ein Biosupdate erforderlich machen.
Hinweis : Vorsicht eingriffe am und im Bios sind nicht
ungefährlich .
Alle Eingriffe erfolgen auf eigene Gefahr.
Halten Sie sich an meine Anweisungen aber genau kann kaum was schief gehen.
- Die
Bios suche
Weil jedes Bios exakt auf das jeweilige Mainboard abgestimmt ist, müssen Sie zuerst den Hersteller und die genaue Bezeichnung Ihres Mainboards herausfinden
Besitzen Sie ein Handbuch so können Sie dort nachsehen. Haben Sie kein Handbuch, müssen Sie ihren Rechner öffnen. Suchen Sie auf dem Mainboard nach der Modelbezeichnung. Die Hersteller drucken ihre Bezeichnungen auf die unterschiedlichsten stellen.
Bleibt die Suche ohne Erfolg, booten Sie ihren Rechner neu und drücken sie sofort die Pausetaste . Auf dem unteren Rand erscheint nun die Mainboardversion und die Biosversion. In etwa sieht die Anzeige so aus. W6373MS v.2.1122101 das bedeutet es handelt sich um ein Ms Bios Version 2.1 vom 21.12.01
Als nächstes müssen Sie nun im Internet auf der Herstellleerseite nach einem neues Biosversion suchen.
Laden Sie die neueste Biosversion
herunter und entpacken Sie die Datei mit einem Doppelkick . Merken Sie sich wo
Sie die Dateien gespeichert haben, dann wählen sie noch von der Herstellerseite
ein Flashprogramm (Namen etwa Awardflash, Amiflash)
2.
Vor dem Flash
Bevor Sie das Bios flashen und damit auch alle Einstellungen verlieren, sollten Sie alle Einstellungen erst notieren. Wie sie ins Bios gelangen wurde schon beschrieben unter Biosupdate. Sie können die Seiten aus evtl. ausdrucken in dem sie die taste print drücken.
Zum Schluss ändern sie nun die
Bootreihenfolge so das der Rechner erst von Diskette bootet. Also A-C-Cdrom
Manche neuen Board besitzen einen Schutz der das Bios vor Überschreibung schützt, dieser Schutz wird entweder im Bios direkt unter Bios Flash oder Flash Bios Enable/Disable oder durch stecken von Jumper deaktiviert.
Da das Biosflash immer unter DOS erfolgt müssen Sie als nächsten eine Bootfähige Diskette erstellen. Legen Sie in Windows eine leere Diskette ein und gehen Sie auf das Diskettenlaufwerk im Arbeitsplatz, rechte Maustaste und dann formatieren und MS_DOS Starterdiskette ertragen . Anschließen kopieren Sie noch die Biosflash Datei und die anderen Datei auf die Diskette die sie aus dem Internet geladen haben.
Danach booten Sie ihren Rechner mit dieser Diskette neu.
- Der
eigentliche Flash des Bios
Der Flash erfolgt nun unter DOS. Geben Sie nun im DOS Modus den Befehl „dir“ ein. Es werden nun alle auf der Diskette gespeicherten Dateien angezeigt. Notieren Sie sich den Namen der Biosdatei. (z.b. W6340VMS.470) . Geben Sie nun den Namen des Flashprogramm ein. z.b. Amiflash , und drücken sie Enter. Bei „File Name to Program “geben Sie den Namen der Biosdatei samt Dos Endung ein. Danach werden Sie gefragt ob Sie das alte Bios speichern wollen. Dieses sollten Sie auf jedenfall machen. Drücken Sie deshalb „Y“ und geben der Datei einen Namen z.b. Oldbios und bestätigen mit Enter.
Am ende des Speichervorganges erfolgt die Meldung ob der Kopiervorgang gestartet werden soll. Bestätigen Sie dieses mit „Y“ Sie sehen nun Anhand der Leiste den Fortschritt.
Jetzt sollte der Vorgang keinesfalls abgebrochen werden, da sonst Schaden entsteht
Nachdem der Flash abgeschlossen ist können Sie im Bios den Schutz wieder aktivieren. Und die Einstellungen so wieder gestellt werden, wie zuvor notiert.
4.
Fehler was nun
Wenn Sie sich an die genaue Anweisung gehalten haben kann eigentlich nicht passiert sein. Ein falsche Bios lässt sich nicht aufspielen. Sollte diese Meldung erschienen sein, so suchen Sie auf der Herstellerseite erneut nach dem richtigen Bios.
Wurde das Bios nicht geflasht, haben Sie vielleicht den Flashschutz nicht im Bios deaktiviert.
Bricht der Flashvorgang ab, schalten Sie ihren Rechner niemals aus, versuchen Sie das Flash erneut, entweder mit dem neuen Dateien oder der alten gesicherten Version.
Ist das Bios dann doch so beschädigt das es nicht mehr geht, wenden Sie sich an den Hersteller, der das Board zur Reparatur bekommt und evtl. ein neues Bios-Chip einbaut.
Copyright Heidi Retz 2002
