Altes Laufwerk ausbauen
Eine genaue Anleitung zum Öffnen ihres PCs finden Sie in der Rubrik PC öffnen . Die Anleitung kann auch zum Einbau eines CD-Brenners oder DVD-Laufwerkes benutzt werden.
Lokalisieren Sie(i) das CD-ROM-Laufwerk, es ist wie eine Festplatte mit vier Schrauben befestigt und sitzt in einem 5¼-Zoll-Schacht.
Ziehen Sie das graue, 40-polige Flachbandkabel und den Stromanschluss auf der Rückseite des Laufwerks ab.
Achtung! Es gibt eventuell ein drittes Kabel, das zur Soundkarte führt. Ziehen Sie es keinesfalls mit Gewalt ab. Es ist durch einen Klemm-Mechanismus gesichert
Lösen Sie also erst den Mechanismus, dann kann auch dieses Kabel abgezogen werden.
Nun lösen Sie die Schrauben und ziehen das Laufwerk nach vorne aus dem PC.
Neues Laufwerk einstellen
Master und Slave konfigurieren
Ein IDE-System enthält in der Regel genau zwei Schnittstellen. An jeder Schnittstelle (»Port«) können zwei Geräte (Festplatte, CD-ROM, LS 120) angeschlossen werden, insgesamt also maximal vier Geräte.
Der erste Anschluss wird als »primärer«, der zweite als »sekundärer« Port bezeichnet.
Der Anschluss erfolgt über Flachbandkabel, die mit dem einen Ende auf die Hauptplatine gesteckt werden, und mit dem anderen Ende die IDE-Geräte verbinden.
Damit zwei Geräte an einem Anschluss funktionieren, ist es nötig, das eine als »Master«, das andere als »Slave« einzustellen.
Dafür gibt es auf IDE-Geräten Jumperfelder (Bild unten). Durch das Setzen der Steckbrücken (»Jumper«) legt man fest, welche Rolle das Gerät einnehmen soll.
Folgende Abkürzungen werden verwendet: MA für Master, SL für Slave und CS für Cable Select (Auswahl über Kabel, wird praktisch nie benötigt). Wenn kein Jumper gesetzt wird, dann läuft das Gerät als Single, also alleine an einem Port.
Generell wird bei zwei Geräten an einem Port immer das schnellere Gerät als Master eingestellt, das ist im Normalfall die Festplatte.
Wenn nur zwei IDE-Geräte eingesetzt werden, ist es zweckmäßig, jedes alleine an einem Port anzuschließen. Gerade bei älteren Hauptplatinen (genauer: Controllern; etwa bis frühe Pentium) wird beim Betrieb von zwei Geräten an einem Port das schnellere vom langsameren »ausgebremst«. Solche älteren Controller können keine zwei verschiedenen Übertragungsarten an einem Port verwalten.
Wenn ein Gerät alleine an einem Port betrieben wird, dann setzt man in der Regel überhaupt keinen Jumper (selten wird das Gerät als Master eingestellt); das Gerät ist also weder Master noch Slave, sondern läuft Single. Ältere Festplatten haben noch einen Jumper für den Single-Betrieb, der gegebenenfalls gesetzt werden muss.
Die Festplatte, von der das System startet, muss immer die erste (=Master oder Single) am primären Port sein. Jumpern Sie also das CD-ROM-Laufwerk richtig (Normalerweise - bei Einsatz von nur einer Festplatte - als Single am sekundären Port).
Übertragungsarten
Die Geschwindigkeit der Datenübertragung am IDE-Port wurde in den letzten Jahren stetig optimiert; erster Schritt waren die PIO-Modi, von 1 bis zuletzt 4 (je größer, desto schneller).
Später kam UltraDMA/33, dann DMA/66 letzter Stand der Dinge ist ATA/100 oder UltraDMA/100.
ATA/66-fähige Geräte sollten an speziellen, blauen Flachbandkabel angeschlossen werden.
Bei Problemen können Sie im BIOS den Übertragungsmodus von Hand einstellen; die BIOS-Vorgabe AUTO funktioniert aber normalerweise zuverlässig.
Einbau des Laufwerkes
Schieben Sie das Laufwerk von außen in den freien Schacht. Ein CD-ROM-Laufwerk erzeugt beachtliche Vibrationen, daher sollte es mit mindesten vier Schrauben befestigt werden.
Dann schließen Sie die Kabel an. Das graue Flachbandkabel ist an einer Seite rot, manchmal rosa markiert. Hier ist Pin 1. Auf der Seite des Laufwerks befindet sich über dem Anschluss eine Skizze, auf der ebenfalls Pin 1 vermerkt ist. Schließen Sie das Kabel so an, dass Pin 1 des Kabels mit Pin 1 am Laufwerk verbunden ist (Bild unten).
Das andere Ende des Flachbandkabels wird an die Hauptplatine angeschlossen. Wenn Sie das Bild unten und oben genau betrachten, erkennen Sie den Aufdruck »IDE 2« und »IDE 1«
IDE 1 steht für den primären Port (hier hängt also immer die erste Festplatte als Single), IDE 2 beherbergt den sekundären Port.
Auch auf der Hauptplatine findet sich nach kurzem Blick um den Port eine winzige 1 oder wenigstens eine 40. An diese Zahl wird dann je nach Beschriftung entweder das rot markierte Ende des Flachbandkabels (Pin 1) oder eben das graue Ende (Pin 40) angelegt.
Bei einigen Platinen lässt sich das Kabel nicht falsch herum aufstecken.
Dann geben Sie dem Laufwerk Strom, der Stecker lässt sich nicht falsch herum aufsetzen (Wie finde ich den Stecker? Grundlagen
Wenn eine Soundkarte im Rechner vorhanden ist, kann das CD-Laufwerk mit dieser verbunden werden. Das ermöglicht das Abspielen von Musik-CDs.
Die Verbindung erfolgt über ein kleines Kabel, das dem CD-ROM-Laufwerk beiliegt. Stecken Sie es in die dafür vorgesehene Halterung, es muss einrasten.
Auf der anderen Seite wird es auf die Soundkarte gesteckt. Im Bild sehen Sie eine Soundkarte, die für vier verschiedene Kabel den jeweils passenden Anschluss bereithält. Verbinden Sie das Kabel mit der Soundkarte.
Fertig. Sie können die Kabel wieder an den PC anschließen. Beim Einschalten wird das Laufwerk von aktuellen BIOS-Versionen erkannt (»Secondary Master: TEAC 524-CDROM«).
Treiber installieren
Damit das neue Laufwerk auch unter DOS benutzt werden kann (immer noch wichtig nach Neuinstallation), müssen die passenden Treiber installiert werden. Starten Sie einfach das Installationsprogramm von der mitgelieferten Diskette. Windows erkennt das Gerät automatisch ohne spezielle Treiber.
Sollten Sie einen CD-Brenner eingebaut haben, müssen Sie unbedingt ein passendes Brennprogramm (WinOnCD, Nero o.ä.) installieren.
Anmerkung dazu von Jürgen (sehr hilfreich)
ergänzend zu der ausgezeichneten Anleitung von Heidi hier noch etwas zur Verteilung mehrerer Geräte an den Anschlüssen. Folgendes Grundsätzliche vorweg:
Deine Massenspeichergeräte wie Festplatte, DVD oder CD-Brenner hängen an einem so genannten E-IDE Controller. Dieser Controller verfügt über zwei Anschlüsse (Kabel), den "Primary Port" und den "Secondary Port". Jeder dieser Anschlüsse kann zwei Geräte aufnehmen. Diese beiden Geräte an einem Port müssen sich einigen, welches über- und welches untergeordnet ist, da nur ein Gerät der "Chef" sein kann. Diese Aufteilung nennt man "Master" und "Slave" und wird über kleine Steckbrückenschalter - so genannte "Jumper" - an der Anschlussleiste der Geräte selbst vorgenommen.
Anschluss der Geräte:
Der PC startet grundsätzlich nur von der Festplatte, die sich am ersten Anschluss des Primary Port befindet. Beim Anschließen der IDE-Geräte muss man zuvor gründlich planen. Dazu ein Beispiel:
Wir wollen 2 Festplatten (40 GB und 20 GB), einen CD-Brenner und ein DVD -Laufwerk anschließen. Folgende Überlegungen sind dabei für unsere Entscheidung welches Gerät an welchen Anschluss kommt wichtig:
-Die große Festplatte (40 GB) ist schneller und moderner als die kleinere (20 GB). Auf ihr soll sich das Betriebssystem befinden und von dort soll der Rechner starten.
-Wir wollen von CD-Rom im DVD-Laufwerk direkt auf CD-Rohlinge im CD-Brenner Kopien anfertigen. CD-Brenner und DVD sollten daher nicht am selben Port (Primary / Secondary) betrieben werden, da der Datenfluss von einem zum anderen Port (Kabel) reibungsloser abläuft.
-Einige IDE-Controller unterstützen eine erweiterte Betriebsart – den sog. "Busmaster" Betrieb – nur am Master der IDE-Anschlüsse. Da der Brenner ein kritischeres Gerät ist als DVD-Laufwerk oder Festplatte, sollte er als Master betrieben werden.
Aus diesen Überlegungen ergibt sich also das folgende Anschlussbild:
Primary Port:
Master - 40 GB Festplatte
Slave - DVD-Rom Laufwerk
Secondary Port:
Master - CD-Brenner
Slave - 20 GB Festplatte




