Den PC vorbereiten
Ich gehe davon aus, dass Sie(i) bereits die richige Grafikkarte gekauft haben, das heißt eine AGP-Karte, wenn Sie ein AGP-System besitzen oder entsprechend eine PCI-Karte für ein älteres PCI-System. Es kann auch in einem AGP-System eine PCI-Karte verwendet werden, umgekehrt geht das jedoch nicht.
Treiber deinsstallieren
In der Regel möchten Sie die Grafikkarte auswechseln. Dazu ist es notwendig, vor dem Umbau die alten Treiber zu löschen, also zu deinstallieren.
Dies geschieht in der Regel unter Windows wie folgt:
Rufen Sie in der Systemsteuerung das Symbol »Software« auf. Suchen Sie den Eintrag ihres Grafikkarten-Treibers und klicken Sie auf Hinzufügen/Entfernen (Bild unten).
Wenn dort kein Eintrag vorhanden ist, wählen Sie in der Systemsteuerung das Symbol »System« und dort die Registerkarte »Geräte-Manager«
Klicken Sie auf das Pluszeichen vor Grafikkarten, markieren Sie die dort eingetragene Grafikkarte, wählen Sie »Entfernen«.
In der Regel ist jetzt ein Neustart fällig. Verneinen Sie die Frage, ob der PC neu gestartet werden soll. Beenden Sie stattdessen Windows ganz normal (»Heunterfahren«), schalten Sie den Rechner aus.
Grafik Onboard ??
Sollte bei Ihrer Hauptplatine der Grafikchip integriert sein (»onboard«), dann müssen Sie vor dem Ausbau den Chip abschalten und dazu Bios aufrufen
Dort wählen Sie das Menü »Integrated Peripherals«, einen Eintrag, der ungefähr »Onboard VGA« lautet und stellen ihn auf »disabled«. Speichern Sie und schalten den Rechner aus.
Alte Grafikkarte ausbauen
Eine genaue Anleitung zum Öffnen ihres PCs finden Sie in der Rubrik PC öffnen
Ihre Grafikkarte identifizieren Sie am einfachsten, wenn Sie das Kabel von Monitor zu PC zurückverfolgen. Dort, wo es endet, sitzt die Grafikkarte
Lösen Sie die Schraube, mit der die Karte am Gehäuse verschraubt ist.
Ziehen Sie die Karte gerade aus dem Slot heraus
Manchmal zeigt sich die Elektronik recht widerspenstig. Ziehen Sie etwas stärker und bewegen Sie die Karte dabei leicht nach links und rechts.
Neue Karte einbauen
Genau in umgekehrter Reihenfolge bauen Sie die neue Karte ein. Eine AGP-Karte wird in den passenden AGP-Steckplatz (meist braun, etwa 80 mm lang) gesteckt, eine PCI-Grafikkarte in einen freien PCI-Slot (weiß, etwa 90 mm lang).
Bei PCI-Karten ist es dabei egal, welchen Platz Sie wählen. Dieser muss nur »Busmaster-fähig« sein. Das ist aber kein Problem: Nur auf sehr frühen Pentium- und späten 486er-Hauptplatinen waren nicht alle Slots für diesen Betrieb ausgelegt.
Normal nimmt man einfach den obersten Platz.
Legen Sie die Karte senkrecht am Slot an und drücken Sie sie mit sanftem Druck in die Fassung. Eventuell geht es leichter, wenn Sie die Karte leicht nach links oder rechts neigen
Auch wenn manche Steckplätze sehr widerspenstig sind, wenden Sie niemals Gewalt an! Kontrollieren Sie, ob sich das von Ihnen wegzeigende Ende des Slotbleches der Grafikkarte verklemmt hat. Es muss genau in eine dafür vorgesehene Öffnung rutschen
Achten Sie besonders bei AGP-Karten auf guten Sitz. Die Kontakte liegen hier noch enger beieinander, die Gefahr eines falschen Einbaus ist größer.
Schrauben Sie die Karte wieder am Gehäuse fest.
Bei einigen modernen Grafikkarten muss noch ein Jumper für den Transfermodus des AGP-Ports gesetzt werden.
Wählen Sie hier gemäß Handbuch den Modus aus, den auch ihre Hauptplatine unterstützt (meist ist das 2X). Eine Übersicht, welche Chipsätze AGP 4X unterstützen finden Sie im unter Hauptplatine.
PC Einschalten , Bios aufrufen
Moderne Hauptplatinen (Pentium III, Athlon) konfigurieren die Grafikkarte selbstständig. Sie müssen nur noch die Treiber installieren (Schritt 5). Bei älteren Mainboards (Pentium, Pentium II, K6) ist Handarbeit angesagt:
Starten Sie den PC und rufen Sie Das Bios auf. Alle Grafikkarten mit 3D-Funktionen (»3D-Beschleuniger«) brauchen einen Interrupt (IRQ). Im Menü »PCI/Plug & Play Setup« stellen Sie die Option »Assign IRQ to VGA« auf »enabled«. In älteren BIOS-Versionen muss gegebenenfalls ein IRQ von Hand zugewiesen werden. Stellen Sie dann unter »Slot X [Die Slots sind von oben nach unten durchnummeriert] uses IRQ« einen Interrupt für die Karte ein, zum Beispiel 11.
Bei einigen Mainboards werden IRQs über die Buchstaben A-D »gemappt«, meist lässt sich der IRQ über eine Option wie »First available IRQ« zuordnen.
Wenn Sie gar keine derartige Option finden, auch nicht unter »Integrated Peripherals« oder »BIOS Features Setup« dann hilft nur ein Biosupdate .
Einige Karten kommen jedoch auch ohne IRQ aus, probieren Sie es einfach!
Neue Treiber installieren
Beim nächsten Start wird Windows die neue Karte erkennen. Lesen Sie bitte die Bedienungsanleitung zu ihrer Karte, jeder Hersteller verwendet sein eigenes Installations-Schema. Manche haben Setup-Programme, andere verlassen sich auf die Treibereinbindung über Windows.


