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Hauptplatine

Einleitung

Theoretisch ist es nicht allzu schwer, die Hauptplatine eines PCs zu wechseln; doch in der Praxis wird der Tausch niemals reibungslos ablaufen. Egal ob zu kleine Schrauben, unpassende Gehäuse oder zu kurze Kabel - es wird immer irgendwo Probleme geben; was schief gehen kann, wird schiefgehen(i).

Dehalb rate ich, den ersten Hauptplatinen-Tausch nur dann durchzuführen, wenn ein Fachmann in der Nähe ist, der notfalls helfen kann.

Außerdem ist ein gewisses Grundwissen unabdingbar. Lesen Sie daher alle vorhergehenden Artikel aufmerksam durch, damit Sie die Kabel später den unterschiedlichen Geräten im PC richtig zuordnen und die Komponenten selbst identifizieren können.

Vorbereitungen

Wir werden im Folgenden nur die Hauptplatine tauschen; alle Komponenten kommen auf der neuen Platine wieder zum Einsatz.
Wenn Sie auch einen neuen Prozessor einsetzen möchten, dann sehen Sie bitte auf der Prozessorseite nach. Eventuell muss auch der Speicher gewechselt werden; eine Anleitung dazu gibt es auf der Speicherseite. Bitte sorgen Sie dafür, dass Sie alle notwendigen Unterlagen zur Hand haben. Wir brauchen auf jeden Fall das Handbuch der neuen Hauptplatine, immer mehr Hersteller bieten diese auf ihren Homepages zum Download an.
Besonders die Jumper-Einstellungen sind wichtig und nicht auf jeder Hauptplatine aufgedruckt.
Überprüfen Sie weiter, ob genügend passende Schrauben vorhanden sind: Im Fachhandel gibt es spezielle Hauptplatinen-Einbau-Sets (etwa 10,00 €), die alle wichtigen Schrauben, Abstandshalter und Jumper enthalten.

Sichern Sie alle wichtigen Daten auf Ihrer Festplatte; eventuell müssen Sie nach dem Tausch das Betriebssystem neu installieren.

Und noch eine kurze Zusammenfassung aus dem Kaufberater: Eine Hautplatine im ATX-Format kann niemals in ein älteres AT-Gehäuse eingebaut werden.
Umgekehrt gibt es jedoch einige AT-Platinen, die auch in ATX-Gehäuse eingebaut werden können, sofern sie einen ATX-Netzteilanschluss besitzen und das ATX-Gehäuse für den Einbau von AT-Platinen vorgesehen ist.

Es spielt bei beiden Formaten aber keine Rolle, ob das Gehäuse nun ein Mini-, Midi-, Bigtower ist oder ein Desktop-Gehäuse.


Platine ausbauen

Ziehen Sie alle Kabel vom Gehäuse ab und öffnen Sie den PC.
Achten Sie besonders darauf, dass Sie nicht elektrostatisch geladen sind, berühren Sie kurz einen geerdeten Gegenstand. Nirgendwo ist das wichtiger als beim Hauptplatinentausch. Kontrollieren Sie außerdem, dass der PC auch wirklich vom Stromnetz getrennt ist.

Legen Sie den PC zum Arbeiten waagerecht vor sich hin. Zunächst entfernen Sie alle Einsteckkarten aus dem PC. Lösen Sie die Schrauben und ziehen Sie die Karten aus ihren Steckplätzen.

Dann ziehen Sie die kleinen Kabel an der rechten unteren Seite ab.
Es ist sinnvoll, die Kabel - zum Beispiel mit kleinen Aufklebern - zu beschriften.
Auf der Hauptplatinen-Seite gibt es fast immer zu jedem Kabelstecker einen kleinen Aufdruck. Hier gelten die Abkürzungen
RESResetSPKSpeaker (=Lautsprecher)TB SWTurbo Switch (bei älteren Rechnern)TB [LED]Turbo LED (bei älteren Rechnern)KEYLOCKSchlüsselsperrePOWER, PW oder PW-SW Einschalt-Taste (bei ATX-Platinen)POWER oder PW [LED]Betriebs-LEDGREEN SWStromspar-TasteGREEN [LED]Stromspar-LEDFANLüfter


Jetzt ziehen Sie alle Flachbandkabel ab.
Sie können auch diese Kabel mit kleinen Aufklebern beschriften.
Verfolgen Sie den Weg jedes einzelnen Kabels zurück und notieren Sie das Gerät, das angeschlossen ist.

Die Flachbandkabel zu Diskette, Festplatte und CD-ROM (eventuell zu ZIP-Drive und LS-120-Laufwerk) bleiben im PC und werden weiterverwendet.

Wenn Sie eine sehr alte (486, erste Pentium) Hauptplatine haben, dann finden Sie noch mindestens drei weitere Flachbandkabel. Zwei zu den seriellen Schnittstellen, eine zum parallelen Anschluss. Diese müssen Sie mittauschen! Viele ältere Hauptplatinen haben ihre eigene Pin-Belegung an den Flachbandkabeln. Lassen Sie daher die Kabel zu den seriellen und parallelen Schnittstellen immer bei der zugehörigen Hauptplatine

Moderne ATX-Platinen haben die Schnittstellen glücklicherweise schon integriert, sodass Verwechslungen ausgeschlossen sind.
Ziehen Sie die Stromversorgung (das Kabel, das vom Netzteil zur Hauptplatine führt) ab. Bei älteren AT-Platinen besteht es aus zwei Steckern, bei denen immer die schwarzen Kabel zueinander zeigen. Bei ATX-Platinen passt der Stecker nur in einer Richtung.

Der Tausch

Jetzt darf kein Kabel mehr mit der Hauptplatine verbunden sein.
Sehen Sie sich die Platine von oben genau an: An mindestens einer Stelle ist sie mit dem Gehäuse verschraubt. Lösen Sie die Schrauben.

AT-Platinen ziehen Sie leicht um einige Millimeter zu Ihnen hin (in Richtung Gehäuseboden). Heben Sie die Platine aus dem Gehäuse heraus. Achten Sie dabei darauf, dass sich die Speichermodule und der Prozessor nirgendwo verkanten. Wenden Sie keine Gewalt an!

Komponenten übertragen

Jetzt nehmen Sie die neue Hauptplatine zur Hand. Übertragen Sie erst den Speicher (Anleitung auf der Speicherseite ), dann den Prozessor (Prozessorseite ) und setzen Sie - falls notwendig - die Jumper und DIP-Schalter auf der neuen Hauptplatine so, wie es für Ihren Prozessor im Handbuch angegeben ist.

Einbau vorbereiten

Sehen Sie sich die neue Hauptplatine genau an: sie hat einige Löcher auf der linken, auf der rechten Seite und in der Mitte. Hier ruht sie später im Gehäuse auf kleinen, weißen Abstandshaltern. Bei modernen Platinen werden kleine Metallclips verwendet

Hinweis

Diese Abstandshalter sind ungeheuer wichtig! Die Hauptplatine darf keinesfalls Kontakt zum Gehäuse haben!

Jetzt setzen Sie im leeren Gehäuse die Plastikhalter genau in die Schlitze, die später direkt unter den entsprechenden Löchern in der Hauptplatine liegen.
Sie können die Hauptplatine probeweise ins Gehäuse legen. Die endgültige Lage hängt ab von der Schraubenfassung links in der Mitte. Hier muss die Platine später unbedingt verschraubt werden, damit sie fest im Gehäuse sitzt.

Eventuell besitzt Ihr Gehäuse weitere Schraubenfassungen. Hat Ihre Platine hier auch passende Bohrungen, dann wird sie an diesen Stellen ebenfalls verschraubt.
In die restlichen Bohrungen greifen dann die Plastikclips.

Hautplatine einbauen

Wenn alle Clips gestzt sind, dann legen Sie die Hauptplatine von oben in den PC. Das kann in Fummelei ausarten, denn oft stören irgendwelche Kabel oder Streben im Gehäuse.

Wieder gilt: Keine Gewalt! Drücken Sie ältere AT-Platinen sanft auf die weißen Abstandshalter, bis sie »einrasten«.

Dort wo die Schraubenfassungen sind, legen Sie einen Isolier-Ring auf die Platine und befestigen sie mit den richtigen Schrauben.
Ich habe hier schon die tollsten Sachen erlebt: Mal war ein Cache-Modul im Weg, dann fehlten die passenden Bohrungen oder die Schraubenfassungen stimmten nicht mit der Platinenform überein; hier muss manchmal improvisiert werden. Im Notfall bohren Sie die entsprechenden Löcher selbst, zum Beispiel mit einem kleinen Handbohrer.

Kabel anschließen

Nun schließen wir der Reihe nach wieder alle Kabel an, zuerst die schwer zugänglichen.
Das ist meistens der Stromanschluss. Im Bild sehen Sie eine Platine, die zwei Anschlüsse hat, eine (alten) AT-Anschluss (oben) und einen neuen ATX-Stromanschluss (unten).
Die ATX-Stecker passen nur in einer Richtung, die AT-Stecker werden so aufgesetzt, dass immer die schwarzen Kabel zueinander zeigen !

Anschließend stecken wir die neuen, beigepackten Schnittstellen-Kabel auf die Platine, und zwar so, dass Pin1 des Kabels (rot markiertes Ende) auf Pin1 der Hauptplatine sitzt. Hierfür nehmen Sie bitte das Hauptplatinen-Handbuch zur Hand oder sehen Sie auf der Platine nach. Dort gibt es in der Nähe des Kabelsockels einen kleinen Aufdruck, der zeigt auf welcher Seite Pin1 ist.
(Bei ATX-Hautplatinen entfällt dieser Schritt).

Eventuell haben Sie USB- und PS/2-Kabel und ein Slotblech.
Stecken Sie diese gemäß Handbuch richtig herum auf und verschrauben Sie die Slotbleche.
Jetzt schließen wir die IDE-Geräte an.
(Beschreibung und Konfiguration auf der Festplatte - und CD Rom Laufwerk Seite).

Danach verbinden wir das Diskettenlaufwerk.
Bei sehr alten Hauptlatinen (bis 486-er) muss das erste Diskettenlaufwerk ganz am Ende des Kabels, hinter der Stelle, an der sich die Kabelstränge verdrehen, hängen.

Steckkarten einbauen

Wir haben es fast geschafft: Setzen Sie die Steckkarten wieder in die passenden Slots.
Eine PCI-Grafikkarte sollte im obersten Slot, so nahe wie möglich am Netzteil, stecken, weil hier die Spannungsversorgung am konstantesten ist.
Auch hier kann es wieder Probleme geben; in älteren Sockel-7-Platinen können lange Steckkarten mit dem Prozessorlüfter kollidieren; versuchen Sie eventuell einen anderen Slot, notfalls müssen Sie den Lüfter oder die Karte selbst austauschen

Die restlichen Kabel

Zum Schluss stecken Sie die kleinen Kabel wieder auf die entsprechenden Pins der Platine; im Handbuch finden Sie eine Beschreibung, wie die Kabel anzuordnen sind.

Sollte eine der Funktionen - beispielsweise Reset - später nicht funktionieren, dann versuchen Sie, das Kabel andersherum aufzustecken. Gelegentlich weichen Handbuch- und Platinenbelegung voneinander ab, zum Beispiel dann, wenn die Platine aus einer neueren Revision ist. Dann hilft nur Ausprobieren, kaputt gehen kann dabei nichts.


Hier noch einmal die wichtigsten Abkürzungen im Überblick: RESResetSPKSpeaker (=Lautsprecher)TB SWTurbo Switch (bei älteren Rechnern)TB [LED]Turbo LED (bei älteren Rechnern)KEYLOCKSchlüsselsperrePOWER oder PW Einschalt-Taste (bei ATX-Platinen)POWER oder PW [LED]Betriebs-LEDGREEN SWStromspar-TasteGREEN [LED]Stromspar-LEDFANLüfterDer Prozessorlüfter wird entweder an die dafür vorgesehene FAN-Pins oder über einen Zwischen-Stromstecker angeschlossen.

Ende und Test

Es ist soweit: Überprüfen Sie nochmals genau, ob alle Jumper korrekt gesetzt sind (Handbuch!), ob alle Flachbandkabel richtig herum aufgesteckt sind und ob die Hauptplatine wirklich keinen Kontakt zum Gehäuse hat! Lassen Sie den PC noch geöffnet, stellen Sie ihn aber wieder in die normale Position. Schließen Sie Strom-, Monitor-, Maus- und Tastaturkabel an.

Schalten Sie erst den Monitor ein, damit er Zeit zum Warmlaufen hat und Sie beim Start sofort die BIOS-Meldungen sehen.

Jetzt schalten Sie den PC ein. Rufen Sie sofort Das Bios auf!.

Laden Sie hier die »SETUP DEFAULTS«, lassen Sie anschließend die Festplatte ggf. über die Funktion »HDD AUTO DETECTION« erkennen.
Eventuell müssen Sie weitere Anpassungen vornehmen: Wenn Sie beispielsweise eine vollwertige Soundkarte verwenden, muss ein etwaiger On-Board-Soundchip deaktiviert werden, das gleiche gilt für Grafikkarten.

Werfen Sie nebenbei einen Blick in das Innere des PCs. Läuft der Lüfter? Das ist besonders wichtig; wenn nicht, schalten Sie den PC sofort wieder ab und überprüfen den Sitz des Lüfterkabels. Moderne Prozessoren gehen ohne Kühlung in Sekundenschnelle kaputt!
Achten Sie auch auf verdächtige Gerüche. Riecht es verschmort, schalten Sie ebenfalls sofort ab!

Läuft der PC zufriedenstellend, dann speichern Sie die BIOS-Änderungen und starten Sie wie gewohnt. Beim Neustart erkennt Windows alle Hauptplatinen-Komponenten neu; installieren Sie die Treiber von der CD oder Diskette, die der neuen Hauptplatine beilag.
Ich rate, nach einem Tausch der Hauptplatine das Betriebssystem neu zu installieren, um Instabilitäten zu vermeiden.
Wenn nach der Neuinstallation alles wie gewünscht läuft, dann schließen Sie den PC wieder.