Speicher kaufen

Was es beim Speicherkauf zu beachten gilt, finden Sie im Abschnitt »Hauptplatine« ausführlich erklärt.
Hier(i) das Wichtigste in Kürze: Rambus-Speicher wird für den Pentium 4 immer paarweise gekauft, bei SDRAM-DIMMs genügen einzelne Module. In normalen Systemen brauchen Sie PC133-Speicher, für DDR-Rechner PC266 DDR-Speicher.

Mehrere Module sollten die gleichen Eigenschaften haben, das heißt identische Zugriffszeiten und gleiche Speicherart. Wenn Sie den Speicher zur Hand haben, kann es losgehen:

Vorbereitung

Nun geht es darum, die Speicherbänke zu lokalisieren. Die folgenden Schritte können Sie übrigens schon vor dem Kauf durchführen, damit Sie auch wirklich die passenden Module erwerben.
Anleitung zum PC öffnen

DIMM Module einbauen

DIMM-Bänke sind in 99 Prozent der Fälle schwarz und immer etwa 120 mm lang (siehe Abbildung).

Wenn die Speicherplätze ziemlich schlecht zu erreichen sind, müssen Sie ein oder mehrere Kabel abziehen; merken Sie sich die genaue Position (rechtes Ende, linkes Ende), damit es beim Wiederanschließen keine Probleme gibt.
Möglicherweise sind bei Ihnen schon alle Plätze belegt: Dann müssen Sie mindestens ein Modul (das kleinste natürlich) ausbauen und durch größere ersetzen.

Sie sehen hier auch schon, dass man gleich beim Kauf über die Erweiterbarkeit des PCs nachdenken sollte. In unserem Beispiel ist es zweckmäßiger, wenn ein neuer PC mit 1 x 256 MB statt 2 x 128 MB Speicher ausgestattet ist. Das gleiche gilt für Hauptplatinen: Eine Platine, die drei Speicherplätze hat, ist einer mit nur zwei vorzuziehen.

Bevor Sie den Speicher berühren, sollten Sie sich unbedingt elektrostatisch entladen. Sie kennen sicher den Funken, der manchmal überspringt, wenn man eine Türklinke oder die Autotür berührt; eine derartige Ladung zerstört jedes Speichermodul restlos!

Achtung: Bevor Sie Speichermodule berühren, müssen Sie sich elektrostatisch entladen. Fassen Sie dazu einen geerdeten Gegenstand (z.B. Heizungsrohr) an. Berühren Sie die Bausteine immer nur an den Seiten!

Der Speicher wird senkrecht von oben an dem Steckplatz angelegt; eine Kerbe verhindert wieder eine seitenverkehrte Plazierung. Sehen Sie sich die Kontaktreihe des Speichers und den Steckplatz auf der Platine genau an. Die beiden Plastik-Halter links und rechts des Speichersockels müssen nach außen geklappt sein.

Wenn das Speichermodul richtig herum anliegt, drücken Sie es mit sanftem Druck in die Fassung, bis die sich die Halter nach oben bewegen. Drücken Sie weiter und ziehen Sie die Halter gleichzeitig in Richtung Speichermodul, bis sie hörbar einrasten.
Geschafft!

SDRAM-DIMMs sind mitunter recht widerspenstig; manchmal hilft nur leichte Gewalt. Verstärken Sie den Druck aber nur dann, wenn Sie wirklich sicher sind, dass das Modul richtigherum in der Bank sitzt (Kerben an der Unterseite!)

Speicher passt nicht

Wenn der Speicher nicht passt, habe Sie ihn vielleicht falsch herum eingesetzt, prüfen Sie nocheinmal die Kontaktreihe.

Möglicherweise haben Sie aber auch versucht, DDR-Speicher in »normale« Speicherbänke einzubauen. DDR-Speicher besitzt an der Kontaktreihe nur eine Kerbe, gewöhnlicher Speicher dagegen zwei.

Um also DDR-Speicher verwenden zu können, benötigen Sie eine passende DDR-Hauptplatine.

DDR-RAM (rechts) hat nur noch eine Kerbe

Der Test

Prüfen Sie noch einmal, ob die Module auch wirklich fest sitzen. Versuchen Sie, sie leicht aus den Fassungen herauszuziehen. Gelingt das nicht, dann sitzen sie richtig.
Stecken Sie die Kabel wieder ein und starten Sie den PC (das Gehäuse noch offen lassen). Fährt der Rechner normal hoch, ist alles in Ordnung und Sie können das Gehäuse schließen.