Poweruser ändern ihre Hardware ständig. Ein Tool hilft Ihnen, die entsprechende änderungen seit der Aktivierung auszumachen.
Die Microsoft Produktaktivierung beruht auf der Übertragung der Installations-ID.
Die Installations-ID setzt sich aus zwei verschiedenen Informationen zusammen - aus der Product ID und einem Hardwarehash.(i)
Die zehn unterschiedlichen Hardwarewerte, die zum Erstellen das Hashs verwendet werden, sind in der folgenden Tabelle aufgeführt:
Name der Komponente Beispielhashwert (Anzahl der Bits)
1Grafikkarte 00010
(5)2SCSI-Adapter 00011
(5)3IDE-Adapter 0011
(4)4MAC-Adresse des Netzwerkadapters 1001011000
(10)5RAM-Bereich (z. B. 0-64 MB, 64-128 MB usw.)101
(3)6Prozessortyp 011
(3)7Seriennummer des Prozessors 000000
(6)8Festplattenlaufwerk 1101100
(7)9Seriennummer des Festplattenlaufwerkes1001000001
(10)10CD–ROM / CD-RW / DVD-ROM 0101111
(7)-„Andockbar“ 0
(1)-Hardwarehash-Version (Version des verwendeten Algorithmus)
Die Product ID (neun Byte) und der Hardwarehash (acht Byte) werden nun von Microsoft zum Verarbeiten der Aktivierungsanforderung verwendet.
Wann muss neu aktiviert werden?
Der mehrmalige Austausch einer einzelnen Komponente, z. B. von einer oder mehreren Grafikkarten in Folge wird als einzelne Änderung angesehen. Werden Komponenten, wie z. B. eine zweite Festplatte zu einem Computer hinzugefügt, die bei der ursprünglichen Aktivierung nicht vorhanden waren, oder wird eine Komponente geändert, die nicht in der obigen Tabelle aufgeführt ist, muss auch keine Neuaktivierung durchgeführt werden. Eine Neuinstallation von Windows XP auf derselben oder ähnlichen Hardware mit einer anschliessenden Neuaktivierung kann zudem unbegrenzt oft durchgeführt werden.
Ende der Fahnenstange
Bei allen Toleranzen unter Windows XP ist einmal das Limit beim Hardwaretausch erreicht. Sollten Sie 6 Hardwarekomponenten (bei enthaltener Netzwerkkarte) austauschen, ist eine Neuaktivierung fällig. Es gibt eine Möglichkeit, per Tool in Windows XP die Datei wpa.dpl, die zum Zeitpunkt der Aktivierung erstellt wurde, mit der jetzigen Hardwarekonfiguration zu vergleichen. So können Sie selbst sehen, was bis jetzt verändert wurde und ob eine Neuaktivierung demnächst fällig sein könnte.
Auch Poweruser müssen dann nicht unbedingt gleich zum Telefonhörer rennen. Schliesslich ermöglicht das Aktivierungssystem von Microsoft auf Hardwaregeräten, die sich wesentlich unterscheiden, viermal im Jahr eine automatische Aktivierung per Internet durchzuführen. Sollten Sie also nicht allzu häufig innerhalb kürzerer Zeit Komponenten am PC austauschen, ist ein Telefonanruf nicht mehr unbedingt nötig.
Das Tool XP Info
XP Info stammt von Licenturion und liest die Hardwarekonfiguration zum Zeitpunkt der Registrierung aus und vergleicht diese mit der jetztigen Konfiguration. XPInfo läuft nur auf Windows XP Versionen, die eine Aktivierung benötigt haben.
Ebenso arbeitet das Tool nur mit der Finalversion Build 2600, es spielt dabei aber keine Rolle, ob Sie die englische oder deutsche Version besitzen.
Mögliche Upgrades wie Service Packs können die Funktion des Tools ausser Kraft setzen.
Starte das Tool einfach per Doppelklick. Alle Kästchen mit einem Reiter bedeuten, dass die Hardware noch dem Zustand der Aktivierung entspricht. Fehlt ein Reiter, dann hast du die Hardwarekomponente bereits ausgetauscht. Ist gar eine Hardwarekomponente in der momentanen Konfiguration nicht enthalten, ist sie entsprechend grau dargestellt.
Neue Aktivierung Warum ?
Häufig vorkommende Änderungen der Hardware, wie zum Beispiel das Aufrüsten mit einer Grafikkarte, das Hinzufügen einer zweiten Festplatte, das Installieren von mehr RAM-Speicher oder das Aktualisieren eines CD-ROM- oder DVD-ROM-Laufwerks führen nicht dazu, dass eine erneute Aktivierung erforderlich ist.
Die Toleranz der MPA in Bezug auf derartige Änderungen richtet sich nach einem Punktsystem. Es werden 10 Hardwareeigenschaften verwendet, um den Hardware-Hashwert zu erzeugen. Jede dieser Eigenschaften zählt einen Punkt (mit Ausnahme der Netzwerkkarte, für die 3 Punkte veranschlagt werden). Die Toleranz orientiert sich also daran, was nicht geändert wurde, nicht an den vorgenommenen Änderungen. Beim Vergleichen des aktuellen Hardware-Hashwertes mit dem ursprünglichen Hardware-Hashwert muss es 7 oder mehr Punkte der Übereinstimmung geben, damit davon ausgegangen wird, dass sich die Abweichung zwischen den beiden Werten innerhalb der Toleranzgrenze bewegt. Bleibt beispielsweise die Netzwerkkarte, die 3 Punkte zählt, gleich, müssen nur weitere 4 Punkte übereinstimmen. Wurde die Netzwerkkarte ausgetauscht, muss es andere unveränderte Komponenten geben, die zusammen mindestens 7 Punkte zählen. Handelt es sich bei dem Gerät um einen tragbaren Computer (insbesondere ein andockbares Gerät), sind die Toleranzgrenzen großzügiger gezogen und es ist nur eine Übereinstimmung von 4 Punkten erforderlich. Bei einem andockbaren Gerät mit unveränderter Netzwerkkarte ist also nur ein weiterer Punkt Übereinstimmung erforderlich, um den nötigen Wert von 4 Punkten zu erreichen. Wurde die Netzwerkkarte bei einem andockbaren Gerät ausgetauscht, muss es andere unveränderte Komponenten geben, die zusammen mindestens 4 Punkte zählen.
Die folgenden 10 Hardwareeigenschaften werden als Basis verwendet, um den Hardware-Hashwert zu ermitteln:
- Grafikkarte (1 Punkt)
- SCSI-Adapter (1 Punkt)
- IDE-Adapter (2 Punkte)
- MAC-Adresse des Netzwerkadapters (2 Punkte)
- RAM-Speicherbereich (zum Beispiel 0-64 MB oder 64-128 MB( 2 Punkte)
- Prozessortyp (2 Punkte)
- Seriennummer des Prozessors (1 Punkt)
- Festplatte (2 Punkte)
- Seriennummer der Festplatte ( 1 Punkt)
- CD-ROM-/CD-RW-/DVD-ROM-Laufwerk (1 Punkt)
- Netzwerkkarte (3 Punkte)